Beekhuis spricht sich für Einführung einer Landarztquote aus

Trafen sich zum Arbeitsgespräch im Friedeburger Rathaus: Bürgermeister Helfried Goetz (links) und Jochen Beekhuis.
 
Foto: Büro Beekhuis

Trafen sich zum Arbeitsgespräch im Friedeburger Rathaus: Bürgermeister Helfried Goetz (links) und Jochen Beekhuis.

 

Friedeburg - In einem eineinhalbstündigen Gespräch hat der sich der SPD- Landtagsabgeordnete Jochen Beekhuis mit dem Bürgermeister der Gemeinde Friedeburg, Helfried Goetz, über zahlreiche Themen ausgetauscht.

 

Ganz oben auf der Liste stand dabei das Thema ärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Hierbei kritisierte der Friedeburger Bürgermeister die gesetzlich vorgeschriebene Bedarfsplanung zur Verteilung der zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassenen Ärzte. Anlass seiner Kritik sei, dass sich die Zahl der Ärzte, die in einem definierten räumlichen Bereich zur Verfügung stehen sollen, nach einer bestimmten Bevölkerungsanzahl richte. Besonders in einem Flächenland wie Niedersachsen, mit zahlreichen ländlichen Regionen mit dünner Besiedlung führe diese Art der Verteilung zu Nachteilen, die am Ende die ärztliche Versorgung beeinträchtige, so Goetz. Er plädiere dafür, dass auch die Fläche als ein Element bei der Berechnung des Verteilungsschlüssels in Zukunft stärker berücksichtigt werde.

Jochen Beekhuis zeigte Verständnis für das Anliegen des Bürgermeisters und plädierte dafür alle Optionen abzuwägen, um die Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern. Beekhuis macht sich besonders für die Einführung einer Landarztquote stark. „Wir als SPD haben uns bereits im Wahlkampf für die Quote ausgesprochen und auch unsere Gesundheitsministerin, Carola Reimann, sieht hierin ein wirksames Instrument, um der aktuellen Unterversorgung in Teilen Niedersachsens entgegenzuwirken“, so der Landtagsabgeordnete.

Weiterhin ging es um die Abschaffung der Kita-Gebühren. Hierbei waren sich Bürgermeister und Landtagsabgeordnete einig, dass die Abschaffung eine richtige Entscheidung ist. Nach Einschätzung von Beekhuis werde damit ein großer Schritt in der frühkindlichen Bildung hin zu mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit getan.

Weitere Themenbereiche waren die aktuelle Situation rund um die Kavernenanlage in Etzel, die interkommunale Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen und das anstehende Friedeburger Festival.