Beekhuis im Austausch mit der GEW zur Schulgesetzänderung

MdL Jochen Beekhuis
 
Foto: Roswita Mandel
 

Landkreis Wittmund – Im Zuge der Entscheidung des Landtages zur Anpassung des Schulgesetzes hat sich der SPD-Landtagsabgeordnete Jochen Beekhuis mit Vertreterinnen und Vertretern der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) aus Wittmund und Friesland über die daraus resultierenden Änderungsmöglichkeiten ausgetauscht.

 

Neben der Flexibilisierung des Einschulalters und der Verlegung der frühkindlichen Sprachförderung von den Grundschulen in die Kindertagesstätten, sollen auch die Förderschulen Lernen länger erhalten bleiben können. Beekhuis, der für seine Fraktion ordentliches Mitglied im Kultusausschuss ist, hatte sich bereits bei der damaligen Anhörung im Landtag mit den Wünschen und Bedenken der GEW zur anstehenden Gesetzesänderung auseinandergesetzt. Das jetzige Treffen nutzte der Abgeordnete, um mit den Vertreterinnen und Vertretern der GEW das erzielte Ergebnis auch nochmal vor Ort zu diskutieren und politisch zu bewerten.

„Ich denke mit der Schulgesetzänderung erzielen wir nicht nur eine Verbesserung bei der Sprachförderung, sondern schaffen durch die frei gewordenen Kapazitäten auch Entlastung an unseren Grundschulen. Gleichzeitig kommen wir mit der Flexibilisierung des Einschulalters einem lange geäußerten Wunsch der Eltern nach“, so Beekhuis.

Wie schon bei der damaligen Diskussion im Kultusausschuss, erneuerte die GEW ihre Kritik am weiteren Festhalten an der Förderschule Lernen bis zum Schuljahr 2027/2028. Beekhuis zeigte Verständnis für die vorgebrachte Kritik der GEW, betonte aber auch, dass es sich hierbei nur um eine Zwischenlösung handele. „Die Weiterführung der Förderschule Lernen ist an Bedingungen geknüpft, dazu zählen u.a. der nachweisbare Bedarf vor Ort, die Vorlage eines regionalen Inklusionskonzeptes sowie die politische Zustimmung vor Ort“, erklärte Beekhuis.

Die geäußerte Kritik am weiterhin bestehenden Parallelsystems aus Förderschule Lernen und inklusiver Schule, das sowohl personell als auch finanziell Ressourcen bindet, teilt der Abgeordnete. Gleichzeitig verwies Beekhuis darauf, dass mit der Schulgesetzänderung eine praxisorientierte Lösung geschaffen wurde, die eine Reaktion auf die Realitäten vor Ort und die bisherigen Probleme bei der inklusiven Schule sein soll“, so der Abgeordnete.

Weitere Themen waren die schulpolitische Agenda der Landesregierung unter dem neuen SPD-Kultusminister Grant Hendrik Tonne, die Novellierung der Arbeitszeitverordnung sowie die gerechte Bezahlung aller niedersächsischen Lehrkräfte.